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China, 50er Jahre: Der junge Bauer Jin'gen und seine Frau kämpfen ums Überleben, aber auch um ihre Hoffnung, die sie mit dem Aufbruch in den Kommunismus verbanden. Unversöhnlich prallen Staat und Individuum aufeinander, und es beginnt ein makabrer Totentanz. Eileen Chang erzählt einfühlsam und menschlich ein modernes Drama.
Seit der Bodenreform ist der Bauer Jin'gen sein eigener Herr, doch die Ernte reicht kaum, um ihn und seine Familie zu ernähren. Als der Landbevölkerung eine Sonderabgabe zugunsten der heldenhaften Soldatenfamilien aufgezwungen wird, steht ihre Existenz auf dem Spiel: Die Bauern werden elendig verhungern, wenn sie der Partei folgen- jener Partei, von der sie sich so viel erhofft hatten. In ihrer Not wagen die Dorfbewohner das Unmögliche, den Aufstand gegen die Machthaber- mit katastrophalen Folgen. Eileen Chang gelingt die ergreifende Schilderung menschlicher Not im Angesicht eines unerbittlichen politischen Willens. Ihr Roman erzählt eine zeitlose Geschichte von Hunger, Leid und Tod, aber auch von Hoffnung und Liebe. Pressestimmen:
»Wie in ihren Erzählungen zeigt sich Eileen Chang als Meisterin menschlicher Beziehungstragödien, denen sie nun einen zeitlosen Rahmen gibt: Der Sonnenschein lag wie ein alter gelber Hund quer über der Straße, heißt es über Yuexiangs Dorf, was an die magischen Orte eines Gabriel García Márquez denken lässt: Hier war die Sonne alt geworden.«
Spiegel-online, 26.08.09, Ulrich Baron »Die im Verlag claassen erschienene Neuübersetzung liest sich angenehm und zeitgemäß und vermag es, die düstere Stimmung und die unter der ruhigen Fassade brodelnden starken destruktiven Gefühle sehr intensiv darzustellen. Ein Buch, dessen Stil auf den ersten Blick kühl und dessen Inhalte zunächst banal wirken - bis der Leser das erwähnte Brodeln zum ersten Mal erfasst. Ein solches Zeitzeugnis ist keine leichte Lektüre, definitiv jedoch eine wertvolle.« www.sandammeer.at,Regina Károly,08/2009 »Chang erzählt sehr sensibel und trotzdem schonungslos von Zuneigung, Hoffnung und von der großen Not der Menschen.« Magdeburger Volksstimme, 29.08.09, Grit Warnat »Eine kühle, ergreifende Novelle aus dem frühkommunistischen China. Idealismus und Korruption, erste Liebe und alte Sitten, der Schritt nach vorn mit gebundenen Füßen. Das erste große Prosawerk der strengen Stilistin, die einsam und vergessen 1995 in Los Angeles starb und durch die Ang Lee-Verfilmung von Gefahr und Begierde postum weltberühmt geworden ist.« Elke Schmitter, 29.09.09, SWR-Bestenliste »Eileen Chang Schilderungen sind außerordentlich düster; ihre schlichte Sprache verstärkt die Wucht dieses Buches noch.« WDR 5, 12.09.09, Dina Netz »Sie schrieb - hinreißend schön, nüchtern und weise - über Menschen, die nicht in die Gegenwart finden.« KulturSpiegel, Oktober 2009, Elke Schmitter »Was den spröden, bisweilen reportagehaft anmutenden Roman von einem plakativen antikommunistischen Lehrstück unterscheidet, ist zum einen die poetische Dichte von Eileen Changs Beschreibungskunst, zum anderen die philosophische Weite des Stoffes.« Deutschlandradio Kultur, 14.10.09, Ursula März »Eileen Chang steht in der neueren chinesischen Literatur für Sublimierung, sprachliche Artistik und psychologische Feinfühligkeit.« Stuttgarter Zeitung, 13.10.09, Martin Zähringer »Beeindruckende Literatur« Wiesbadener Kurier, 16.10.09, Bruno Russ »Ein lange vergessener früher Stern der chinesisch-amerikanischen Literatur ist zu entdecken: Endlich erscheint Eileen Changs Roman Das Reispflanzerlied in deutscher Übersetzung.« Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.10.09, Anja Hirsch |
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