Alle Farben Rot

Liebe und Gewalt in Zeiten politischen Aufruhrs

Wenige Jahre, bevor in Deutschland und Frankreich Millionen junger Menschen demonstrierten und gegen die enge Welt ihrer Eltern rebellierten, waren die Straßen Indonesiens rot von Blut. Im Jahre 1965 hatte sich der junge General Suharto an die Macht geputscht, seitdem war das Land geteilt in Freund und Feind der neuen Herrschenden, verfolgt wurden alle, die im Verdacht standen, Kommunisten zu sein. Misstrauen und Angst spalteten Dorfgemeinschaften und Familien, viele verloren in gewaltsamen Unruhen ihr Leben, Tausende wurden ohne Prozess in Strafkolonien auf entlegenen Inseln verschleppt. Jahrzehnte später, lange nach Suhartos Sturz im Jahre 1998, sucht eine Frau auf der Gefangeneninsel Buru nach den Spuren des Mannes, den sie in jenen Tagen geliebt und dann verloren hat. In den Wirren einer Straßenschlacht wurden Amba und Bhisma damals auseinandergerissen, und Amba wusste all die Jahre nichts über das Schicksal ihrer großen Liebe. Bis sie eines Tages eine anonyme Mail erhält, aus der hervorgeht, dass Bhisma damals nach Buru verschleppt wurde. Und so macht sich Amba auf, um endlich Antworten auf die Fragen zu finden, die sie schon so lange quälen. Entlang der Linien des indonesischen Nationalepos Mahabharata, jener großen Erzählung von Liebe und Krieg, entfaltet Laksmi Pamuntjak das Panorama einer jungen Nation und ihres bewegten 20. Jahrhunderts zwischen Kolonialzeit und Unabhängigkeit, Diktatur und Demokratie.

€ 19,99 [D] € 19,99 [A]
Alle Farben Rot - Laksmi Pamuntjak
Alle Farben Rot - Laksmi Pamuntjak
  • Internationale Literatur
  • ePub
  • 672 Seiten
  • Amba
  • Aus dem Indonesischen übersetzt von Martina Heinschke.
  • ISBN-13 9783843711838
  • Erschienen: 25.09.2015
  • Leseprobe
  • 300 DPI

Pressestimmen

"Mythologie und Geschichte werden kunstvoll verbunden."

Frankfurter Rundschau, Rainer Hartmann, 13.10.2015

"Er vereint poetische Schönheit und den Willen, die Literatur in den Dienst der Aufklärung zu stellen, ohne die Ästhetik dabei zu verleugnen."

NZZ, Claudia Kramatschek, 23.09.2015

"Anschreiben gegen das Schweigen."

Der Bund, Martin Ebel, 10.08.2015