Irgendwann werden wir uns alles erzählen

?Es gibt Dinge, die können gleich erzählt werden, andere haben ihre eigene Zeit, und manche sind unsagbar.?

Sommer 1990, ein Bauerndorf nahe der deutsch-deutschen Grenze, die gerade keine mehr ist. In ihrem literarischen Debüt schildert Daniela Krien eine Liebesgeschichte von archaischer Wucht, die Zeitgeschehen und Existentielles auf zwingende Weise miteinander verschränkt.
Es ist Sommer, heißer, herrlicher Sommer. Der Hof ist ein Dreiseithof. Schaut man geradeaus, sieht man eingezäunte Wiesen und den Bahndamm, und hinter den Schienen, in einiger Entfernung, doch klar erkennbar: den Henner-Hof.

Maria wird bald siebzehn, sie wohnt mit Johannes auf dem Hof seiner Eltern, in den „Spinnenzimmern“ unterm Dach. Sie ist zart und verträumt, verkriecht sich lieber mit den „Brüdern Karamasow“ als in die Schule zu gehen. Auf dem Nachbarhof lebt der vierzigjährige Henner, allein. Die Leute aus dem Dorf sind argwöhnisch: Eine Tragik, die mit seiner Vergangenheit zu tun hat, umgibt ihn; gleichzeitig ist er ein Mann, dessen charismatische Ausstrahlung Eifersucht erregt. Ein zufälliger Blick eines Tages, eine zufällige Berührung an einem andern lösen in Maria eine Sehnsucht aus, die fremd und übermächtig ist und sie daher wie von höherer Gewalt geleitet in Henners Haus und in seine Arme treibt…

Die sommerlichen Weizenfelder, die vom Heu und den Mückenstichen juckenden Beine, das Summen des Kühlschranks in der Küche… Eine allgegenwärtige Sinnlichkeit beherrscht diesen intensiven Text, der eine ländliche, ebenso schöne wie düstere Welt entstehen lässt und einen Sog entwickelt, der bis zum dramatischen Ende alles mit sich reißt.

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Irgendwann werden wir uns alles erzählen - Daniela Krien
Irgendwann werden wir uns alles erzählen - Daniela Krien
  • Taschenbuch
  • Broschur
  • 240 Seiten
  • ISBN-13 9783548611310
  • Erschienen: 05.10.2012
  • Leseprobe
  • 300 DPI

Pressestimmen

"Daniela Krien nimmt existenzielle Ausnahmesituationen und Schicksalsschläge in den Blick. Männer und Frauen, Junge und Alte, Leute aus Ost und West. ... Die einfache, klare Sprache steigert noch die bedrängende, irritierende Wucht des Dargestellten. Entstanden sind so höhst eindrückliche Geschichten, die lange nachwirken."

Nicolas-Born-Preis, Jury, 24.09.2015

"Ein wirklich kraftvolles Debüt mit einem klaren, sinnlichen Ton, der süchtig machen kann...'"

Leipziger Volkszeitung, Janina Fleischer, 14.09.2011

"Dieses Buch strahlt Ruhe und Atemlosigkeit zugleich aus. Ein ganz und gar erstaunliches Romandebüt."

Münchner Merkur, Sabine Dultz, 14.09.2011

"Fast körperlich vermeint man die Sinnlichkeit zu spüren, die Daniela Krien mit einfacher und gefühlsnaher Sprache heraufbeschwört."

Brigitte, 07.09.2011