Mein Leben als Affenarsch

Ein kurzer, wilder Roman über die großen Zeiten des Berliner Underground

„Ich gerate so in Rage, dass ich ausschere und erneut in den Landwehrkanal springe. Ich kraule, ja, ich schwimme sogar Butterfly, trotz des Wehrmachtsmantels. Ich spüre, die Wahrheit des Augenblicks besteht darin, dass ich der Ausdruck des gesammelten Wahnsinns von Westberlin bin – das Wahrzeichen sozusagen.“
Berlin in den 80er Jahren, Frontstadt im Spannungsfeld zwischen Paranoia und Stillstand. Graue Hinterhöfe, Kohlgeruch, alte Nazis, neue Büro kraten. Aber auch Größenwahnsinnige am Theater, Exzesse in Kreuzberger Clubruinen, Konzerte wie Alpträume von Maschinenmenschen, Nächte, die nicht enden. Mitten in diesem eingemauerten Flecken Freiheit Robert. Den mageren Körper in einen bodenlangen Wehrmachtsmantel gehüllt, einen Tornister voller Bücher auf dem Rücken, durchmisst er in endlosen Gewaltmärschen die Straßen, angetrieben von Wut und nervöser Energie taucht er ein in den Wahnsinn einer Stadt im Klammergriff von Ost und West. Ein wütender Monolog, brutal komisch und gnadenlos offen. Mit heftigen, unwiderstehlich rhythmisierten Sätzen und in unvergesslichen Bildern erzählt Oskar Roehler vom Berliner Underground.

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Mein Leben als Affenarsch - Oskar Roehler
Mein Leben als Affenarsch - Oskar Roehler
  • Deutschsprachige Literatur
  • Hardcover
  • gebunden mit Schutzumschlag
  • 224 Seiten
  • ISBN-13 9783550080425
  • Erschienen: 06.03.2015
  • Leseprobe
  • 300 DPI

Pressestimmen

"Der schönste, wütendste, eleganteste Berlin-Hass, den es je gab."

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Johanna Adorján, 12.07.2015

"Gnadenloser, aber witziger Erinnerungsroman, vollgepackt mit Irrsinn."

Format (A), 19.06.2015

"Einer der besten Berlin-Romane, die je geschrieben wurden."

profil (A), 09.05.2015

"Oskar Roehler hat ein Buch geschrieben, das einem so liebevoll in die Fresse haut wie ein guter Punk-Song."

SPEX, Rainer Schmidt, 01.05.2015

"Herrlich hingerotzt und dabei doch sprachlich von ungeheurer Präzision."

Münchner Feuilleton, Chris Schinke, 01.05.2015

"Das härteste Buch des Jahres."

Hamburger Abendblatt, Thomas Andre, 16.04.2015

"Ein radikaler Roman."

Cicero, Alexander Kissler, 01.04.2015

"Ein furios-räudiger Hassgesang auf die Kaputtheit jener Jahre, der Hardcore-Bildungsroman eines Borderliners, der auszog, das Fürchten zu lernen. Ein schonungsloser, schrecklich-schöner Exorzismus und literarischer Pogo-Tanz.

Süddeutsche Zeitung, Christopher Schmidt, 26.03.2015

"Ist richtig gut, ein schnelles, hartes, herrlich rausgebrettertes, dabei sprachlich diszipliniertes und genaues Buch."

Die Zeit, Moritz von Uslar, 26.03.2015

"Das Buch ist viel differenzierter, auch härter und trauriger als der Film."

Berliner Zeitung, Harald Jähner, 25.03.2015

"Athmosphärisch, witzig, böse, überaus stringent erzählt, mitunter ins Surreale abdriftend. Ein echter Kracher."

Zitty, Jannis von Oy, 19.03.2015

"Oskar Roehler hat ein aufwühlendes und abstoßendes Buch geschrieben, mitreißend und ekelerregend, lüstern und lebensprall, sehnsüchtig und grauenvoll, anarchistisch, rebellisch, verzweifelt, intensiv."

WDR3 Mosaik/Passagen, Stefan Berkholz, 17.03.2015

"Die Sprache des Romans ist direkt, ungeschminkt und schonungslos."

NDR Kultur, Martina Kothe, 06.03.2015

"Roehler versteht es, nachhaltig und bildlich zu erzählen."

Deutschlandradio Kultur, Gerrit Bartels, 05.03.2015

"Roehlers Roman ist seinen Figuren gegenüber gnadenlos. Seine Sprache ist es ebenfalls. Mit anderen Worten: Ein bis auf die Knochen ehrliches Stück Entblößungsliteratur."

KULTURSpiegel, Joachim Kronsbein, 28.02.2015