Ulbrichts Mauer
Wie die SED Moskaus Widerstand gegen den Mauerbau brach
512 Seiten
24,99 [D]
Erschienen: 11.03.11
| Übersetzung: | Aus dem Amerikanischen von K.-D. Schmidt |
| Originaltitel: | Driving the Soviets up the wall: Soviet-East German relations, 1953-1961 |
gebunden mit Schutzumschlag
24,99 [D], 25,70 [A], sFr 34,90
ISBN-10: 3549074026
ISBN-13: 9783549074022
'Ulbrichts Mauer ist ein ausgezeichnetes Buch über diesen Bau der Unmenschlichkeit, unter kluger Berücksichtigung vielfältiger Quellen - spannend zu lesen und für das Verhältnis DDR-UdSSR überaus aufschlussreich.' Fritz Stern

Als vor fünfzig Jahren, auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, die Berliner Mauer gebaut wurde, zweifelte niemand daran, dass die Fäden in Moskau gezogen worden waren. Zu abhängig waren die beiden deutschen Teilstaaten von ihren »großen Brüdern« USA und Sowjetunion. Doch anhand erstmals ausgewerteter Quellen kann die US-Historikerin Hope M. Harrison nachweisen, dass es von Anfang an SED-Chef Ulbricht und seine Parteiführung waren, die den Bau der Mauer betrieben. Moskau hingegen fürchtete die Konfrontation mit den USA und blockierte Ulbrichts Bestrebungen.
Harrison hat für die Zeit von Stalins Tod 1953 bis zum Mauerbau 1961 alle einschlägigen Akten in Moskau und Berlin eingesehen. Minutiös rekonstruiert sie, welche Grenzschließungsszenarien die Ostberliner Führung über die Jahre hinweg durchzusetzen versucht hat, welche taktischen Winkelzüge sie gegenüber Moskau anwandte und wie die KPdSU-Führung unter Chruschtschow schließlich ihre ablehnende Haltung aufgab und, wenn auch zähneknirschend, dem Mauerbau zustimmte.
Die herrschende Geschichtsschreibung, derzufolge alle maßgeblichen Entscheidungen im Kalten Krieg ausnahmslos in Washington und Moskau getroffen wurden, wird mit Harrisons Buch überzeugend relativiert. Zum 50. Jahrestag des Mauerbaus wird damit die Vorgeschichte dieses weltpolitischen Ereignisses erstmals sorgfältig dokumentiert und neu dargestellt.
Pressestimmen:
"Ein verdienstvolles Buch, das zum Kern der Beziehungen zwischen der Sowjetunion und der DDR vordringt."
Frankfurter Allgemeine Zeitung
"Ein überaus lesenswertes Buch!"
Deutschlandradio Kultur , 30.05.2011
"Der analytische Ansatz von Hope Harrison ist überzeugend und den Horizont in vielfacher Weise bereichernd."
Süddeutsche Zeitung , 08.08.2011