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Der Ullstein Verlag

Ullstein bietet für jeden Leser die passende Lektüre. Ob man sich für unterhaltsame Romane, atemberaubende Krimis, spannende Sachbücher oder interessante Biographien interessiert: Die Bücher mit der Eule überzeugen.

Verlagsgeschichte

  • Die Anfänge als Zeitungsverlag

    Im Sommer 1877 legte Leopold Ullstein den Grundstein für einen der erfolgreichsten Verlage des frühen 20. Jahrhunderts. Er kaufte das Neue Berliner Tageblatt und noch im selben Jahr die Berliner Zeitung und schuf damit liberale Gegenstimmen zur konservativen Presse im preußischen Berlin. Später kam mit der Berliner Illustrierten Zeitung die erste deutsche Zeitschrift auf den Markt. Und ein weiteres neues Format entwickelte sich zur größten Tageszeitung Deutschlands: die Berliner Morgenpost. Als Leopold Ullstein 1899 starb, führten seine fünf Söhne das Unternehmen erfolgreich weiter. 1904 kam mit der B.Z. am Mittag eines der ersten modernen Boulevardblätter hinzu. Die B.Z. hatte bald den Ruf, die schnellste Zeitung der Welt zu sein. 1914 rundete die Vossische Zeitung das Verlagsimperium ab.

  • Neue Seiten: Ullstein verlegt Bücher

    Nach großen Erfolgen im Zeitungsgeschäft gründeten die Gebrüder Ullstein 1903 den Ullstein Buchverlag, der unter Emil Herz rasch zu einem der führenden deutschen Verlage aufstieg: Autoren wie Brecht, Zuckmayer, Feuchtwanger, von Horváth und Heinrich Mann veröffentlichten bei Ullstein. Ihr Motto war „politischer Liberalismus und moderne Kultur“, schrieb Arthur Koestler über die Ullsteins. Viele Ullstein-Bücher trafen den Zeitgeist und wurden Bestseller, Erich Maria Remarques »Im Westen nichts Neues« und Vicki Baums »Menschen im Hotel«.

  • Das bittere Kapitel 1933-45

    Enteignet von den Nationalsozialisten

    Nach Hitlers Machtübernahme wurde der Verlag 1937 »arisiert« und dem nationalsozialistischen Eher-Verlag einverleibt. Zuvor starben mit Louis und Hans zwei der fünf Ullstein-Brüder. Die übrigen drei retteten ihr Leben durch Emigration nach London und New York, wo 1943 Hermann und 1945 Franz starb. Nur Rudolf Ullstein, der während des Kriegs in einer Londoner Autowerkstatt arbeitete, kehrte nach Berlin zurück. Er starb wenige Tage vor seinem neunzigsten Geburtstag 1964 in Berlin.

  • Neuanfang in der Bundesrepublik

    Nach langwierigen Bemühungen erlangte die Familie Ullstein teilweise den Besitz ihrer Verlage zurück. Die Dependancen in Wien, Berlin und Frankfurt am Main wurden 1952 zusammengeführt. Ein Jahr später nahm in Frankfurt der Ullstein Taschenbuchverlag die Produktion auf. Die größten Erfolge dieser Zeit waren Heinrich Harrers »Sieben Jahre in Tibet« und Françoise Sagans Roman »Bonjour Tristesse«.

  • Die Springer-Jahre 1959–2003

    1959 erwarb Axel Springer mit dem Zeitungsverlag auch den Ullstein Buchverlag. Das Programm war mit deutscher und amerikanischer Unterhaltung erfolgreich, zu den Spitzenautoren zählten Christine Brückner und Arthur Hailey. Die Blütezeit endete 1985, als Ullstein mit Langen-Müller fusionierte. Unter der Führung von Herbert Fleissner litt der Ruf des Hauses durch umstrittene zeitgeschichtliche Publikationen. Die Axel Springer AG trennte sich 1995 von Herbert Fleissner. Neuer Verleger wurde Christian Strasser, der Ullstein und Propyläen um weitere Verlage ergänzte.

  • Neubeginn in Berlin

    2003 wurde Ullstein zusammen mit den Verlagen Claassen, List, Marion von Schröder, Propyläen und Econ vom schwedischen Medienunternehmen Bonnier erworben. Ein Jahr später zogen die Ullstein Buchverlage zurück nach Berlin und Verleger Viktor Niemann sorgte nach wechselvollen Jahren für einen Neubeginn. 2007 übernahm Siv Bublitz die verlegerische Geschäftsführung der Ullstein Buchverlage. Im Ullstein Verlag erscheint internationale und deutschsprachige Literatur. Ullstein Sachbücher regen Debatten an zu wichtigen Themen unserer Zeit, eröffnen neue Perspektiven und liefern fundierte Analysen. Heute zählen zu den Ullstein-Autoren Joan Didion, John le Carré, Stéphane Hessel, Richard Dawkins, Jo Nesbö, Oskar Roehler, Heinz Buschkowsky, Markus Gabriel und Michael Sandel.